Das Märchen von herrenlosen Katzen

Aufwendungsersatz Fundtier Urteil VG München M 10 K 14.5098 vom 16.04.2015
http://www.gesetze-bayern.de/jportal/portal/page/bsbayprod.psml?doc.id=JURE150010795&st=ent&showdoccase=1&paramfromHL=true

 

Das Märchen von herrenlosen Katzen und wie sich viele Kommunen mit dem Begriff „herrenlos“ seit Jahren vor ihren Fundtier- und Tierschutzpflichten drücken

 

Herrenlose Katzen?

Im Juni 2015 hat der Bayer. Landtag einer Stadt recht gegeben, die die Fundtierkosten für eine Fundkatze abgelehnt hat. Die abgemagerte Fundkatze mit Läusebefall wurde in der Nähe eines Reitstalls gefunden und sei aufgrund ihres Zustandes und des Fundortes somit eine „herrenlose“ Katze.

Der Begriff „herrenlos“ ist nicht mehr zeitgemäß und steht im Widerspruch zu Art. 20 a GG.

Für „herrenlose“ Katzen sind weder die Politik noch die Kommunen zuständig. Dies bedeutet für die Katzen, der Schutz ihres Lebens ist 0,00 € wert.

HERRENLOSE KATZEN GIBT ES NICHT.

Diese Katzen stammen alle aus verantwortungsloser Tierhaltung. Sie wurden z.B. in der Urlaubszeit entsorgt. Andere Katzen wandern hungrig und abgemagert, auf der Suche nach Futter ab (Landwirtschaft, Friedhöfe, Gartenanlagen, Fabrikgelände usw.).

 

OHNE eine Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht können diese Tierhalter nicht belangt werden.

OHNE eine Kastrationspflicht in allen Bundesländern kann dieses Katzenelend nicht begrenzt werden.

OHNE eine Katzenschutzverordnung im Tierschutzgesetz ist der gesetzliche Schutz unserer Katzen nicht ausreichend.

 

Jede aufgefundene Katze ist ein „fühlendes“ Lebewesen, welches den gesetzlichen und menschlichen Schutz benötigt. Unsere Mitgeschöpfe dürfen nicht einem entsorgten und kaputten Regenschirm gleichgestellt werden.

 

Der Begriff “herrenlos“ ist veraltet und widerspricht jeglichem Tierschutzgedanken.

Eine gesetzliche Änderung von „herrenlosen Katzen“ in „Fundkatzen“ ist längst überfällig.

Dies würde nicht nur unseren Katzen sondern auch unseren Tierschutzvereinen helfen.