Anzeige tierschutzwidrige Katzenhaltung Landwirt

Quelle: Bild IG PRO KSVO

 

 

Anruf von einem Tierfreund:

Er wohnt in der Nachbarschaft von einem Landwirt, der sich um seine Katzen nicht kümmert.

Seit Monaten kommen diese Katzen auf der Suche nach Futter in den kleinen Garten, der zu seiner Mietwohnung gehört.
Sein Vermieter wohnt auch dort, füttert die Katzen, aber nicht ausreichend.

Die Katzen sind mager und krank und es sind dort kleine Katzen mit Schaum vor dem Mund tot aufgefunden worden. Eine Katze konnte eingefangen, zum Tierarzt gebracht und ärztlich behandelt werden.

 

Damit den Katzen schnell geholfen werden kann:

  1. Telefonische Meldung beim örtlichen Tierheim.
     
  2. Gleichzeitig telefonische und schriftliche Meldung beim Veterinäramt
     
  3. An das Veterinäramt zur Beweissicherung schriftliche Aussage mit Datum und Unterschrift,
    Anzahl, Beschreibung und Zustand der Katzen und Halterfeststellung, (dass es immer dieselben Katzen sind, die sich überwiegend auf dem Grund und Boden des Landwirts bzw. in dessen Scheune) aufhalten. Wenn möglich Foto.

     
  4. Da Katzen bei solcher Haltung auf der Suche nach Futter abwandern, diese anfüttern und beim Fressen Foto machen. Wenn möglich, Katze einfangen und tierärztlich versorgen und Bestätigung des Tierarztes (über Grad des Leidens bzw. des bleibenden Schadens) beim Veterinäramt vorlegen.
     

Es greifen folgende §§ des Tierschutzgesetzes

1. § 1 TierSchG (Leiden, Schmerzen)

Ca. 6 nicht versorgte Katzen, 2 Jung.-Katzen verstorben, 2 Katzen-Welpen mit Katzen-Schnupfen (bleibender Schaden durch Tierarzt belegen). Eindeutige Zuordnung dem Katzen-Halter ist ganz wichtig! Meistens behaupten die Landwirte, das sind nicht meine Katzen.
 

2. § 2 Nr.1 TierSchG (Tierhaltung)

         keine angemessene Ernährung/Pflege und damit gem. § 1 TierSchG Schmerzen und Leiden zugefügt.

 

3. § 3 Nr.3 TierSchG

         Der Tierhalter hat sich der Halter- und Betreuerpflicht von 6 Katzen und 2 Jung-Katzen entzogen.

 

Daraus ergibt sich eine Ordnungswidrigkeit nach:

 

§ 18 Abs.1 Nr.1 (Zufügung von Schmerzen, Leiden oder Schäden)  und

§ 18 Nr. 4           (Entledigung der Betreuerpflicht)

 

Nach den dem zuständigen Veterinäramt vorliegenden Unterlagen wird in der Regel ein Ordnungswidrig­keitsverfahren eingeleitet werden und der Abtlg. Öffentliche Sicherheit und Ordnung des LRA vorgelegt. Letztere muss dann bei der Staatsanwaltschaft Anzeige erstatten.
 

§ 17 Straftaten( Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe) greift hier nicht, da Katzentötungen und Rohheit leider nicht beweisbar waren

§ 17 Abs. 1 TierSchG (ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet)

§ 17 Abs.2 a) TierSchG  (aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt).

Bei Straftaten gem. § 17 TierSchG sofort Polizei anrufen!

 

Ob das Gericht zur Verhinderung der unkontrollierte Fortpflanzung (§ 6 Abs.1 Nr. 5 TierSchG) die Kastration der Katzen anordnet, richtet sich nach der aufgezeigten Schwere und Dauer, die wieder bewiesen werden muss.

 

Bei Uneinsichtigkeit des Halters bzw. wiederholter gleicher Vergehen kann das Gericht im schlimmsten Fall ein Katzen-Halteverbot aussprechen.