Anzeige Tierquälerei
 



http://www.tiere-unter-menschen.de/documents/reichweite_16a_tierschg_analyse_ra.pdf
 

 

http://www.peta.de/mediadb/informationen-zur-erstattung-einer-strafanzeige.pdf

 

http://www.peta.de/zeugevongrausamkeit#.U8qyFVLwCUl

Anzeige Tierquälerei https://www.tierschutzbund.de/kontakt3.html

Wird eine Tierquälerei beobachtet, sollte (mündlich oder schriftlich) bei der Polizei oder den Strafuntersuchungsbehörden (Staatsanwaltschaft) eine Strafanzeige eingereicht werden. Es empfiehlt sich in der Regel, die Anzeige schriftlich einzureichen, da ihr dadurch mehr Glaubwürdigkeit zugesprochen wird. Polizeibeamte sind verpflichtet, über mündliche Anzeigen ein Protokoll zu verfassen und eine Strafuntersuchung durchzuführen, wenn ihnen konkrete Anhaltspunkte für eine Straftat vorliegen. Tierquälerei ist ein Offizialdelikt; d.h. Polizeibeamte müssen den Anhaltspunkten nachgehen. Ob und wie die allenfalls begangene Tat zu bestrafen ist, liegt dann allerdings im Ermessen der Untersuchungsbehörden und Gerichte.

Eine Strafanzeige kann auch direkt bei der für den Tierschutzvollzug zuständigen Verwaltungsbehörde (in der Regel sind dies Veterinärämter) eingereicht werden. Die Anzeige wird anschliessend von der Verwaltungsbehörde – nicht von der Strafverfolgungsbehörde – abgeklärt und allenfalls an die richtige Instanz weitergeleitet. Die Anzeige kann von jedermann eingereicht werden – ohne dafür eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt beauftragen zu müssen.

Nötigenfalls auch eine Anzeige gegen das zuständige Veterinäramt wegen unterlassener Hilfeleistung. Das ist nicht mit Kosten verbunden und hilft, Tierquäler dingfest zu machen.

  • Sichert Beweise
  • Bitten Sie Zeugen um eine eidesstattliche Versicherung

Wenn immer möglich, macht Fotos
 

Muster einer Strafanzeige http://www.peta.de/web/wenn_sie_zeuge.1399.html

Es sollte genau beschrieben werden, aus welchen Beobachtungen und Indizien der Anzeigeerstatter auf das Vorliegen erheblicher Schmerzen, Leiden oder Ängste eines Tieres schließt (Körperhaltung, Bewegungen, Lautäußerungen etc.). Nicht zwingend, aber wertvoll ist es, die eigenen Wahrnehmungen fotografisch oder auf Video festzuhalten sowie die Namen allfälliger weiterer Zeugen in Erfahrung zu bringen und mit der Anzeige einzureichen. Je umfassender und genauer die Ereignisse und Beobachtungen bereits in der Strafanzeige beschrieben werden, desto leichter gestaltet sich die anschließende Arbeit der Untersuchungsbehörden. Nach Möglichkeit sollten etwa folgenden Punkte festgehalten werden:

  1. Name und Adresse des Anzeigenden;
  2. Name und Adresse des Täters (bzw. der Täter), wenn möglich verbunden mit dem Hinweis, ob es sich dabei um einen Jugendlichen oder Erwachsenen sowie um den Eigentümer oder Besitzer des betroffenen Tieres handelt;
  3. Adresse und genaue Lokalisation des Tatorts (bspw. Beschreibung und Aufnahmen von Gebäuden, Weideflächen etc.); 
  4. Datum, genaue Uhrzeit bzw. Zeitraum der Tat;
  5. Sachverhaltsschilderung; hierzu gehören etwa:
    • möglichst genaue, unverwechselbare Beschreibung des Tieres bzw. der Tiere bezüglich Art, Anzahl, Alter, Geschlecht und besonderer Merkmale (Ohrmarkierungen, Tätowierungsnummern, auffallende Fellzeichnung etc.),
    • konkrete Schilderung des Tathergangs und allfälliger -werkzeuge (bspw. Grösse und Beschaffenheit eines Schlagstockes oder Messers), Klimabedingungen (Temperatur, Regen),
    • Folgen für das Tier: beobachtete Verletzungen, Schmerzen, Leiden und Ängste (diese sind teilweise art-, rasse-, alters- und geschlechts-spezifisch, weshalb eine möglichst genaue Schilderung der Reaktion und des Verhaltens des Tieres erforderlich ist), Lautäußerungen (Schreie, Stöhnen, Zähneknirschen etc.), abnorme Haltungen, Lahmheit, Unruhe, Beißen oder Lecken bestimmter Körperstellen, Aggression, Absonderung von der Gruppe, Beben der Nasenflügel und/oder Rüsselscheibe, Gewichtsabnahme, struppiges Fell, Erweiterung der Pupillen, Schwitzen, Erbrechen, häufiges Kot- und Harnabsetzen, Erhöhung der Atem- und Herzfrequenzen, Tod des Tieres etc.; 
  6. Benennung weiterer Zeugen mit Name und Adresse;
  7. Nennung und Beilage von Beweismaterial (Fotos, Video- oder Tonbandaufnahmen, Zeitungsberichte), das genau zu kennzeichnen und zu datieren ist;
  8. erforderlichenfalls Veranlassung der Sicherstellung des Tierkörpers durch Polizei oder Veterinärbehörde;
  9. Datum und Unterschrift.

Die Strafanzeige kann grundsätzlich bis vor Ablauf der Verjährung des betreffenden Tierschutzdelikts eingereicht werden. Insbesondere aus Gründen der einfacheren Beweisbarkeit empfiehlt sich jedoch eine möglichst unverzügliche Einreichung. Ist das eigene Tier von einer Straftat betroffen, ist zwingend die gleichzeitige Einreichung eines Strafantrages (Strafanzeige und Strafantrag) wegen Sachbeschädigung bzw. der Tötung oder Verletzung eines Tieres nach § 303 StGB erforderlich. Ansonsten sind die einschlägigen Paragraphen der Tierquälerei und Tiertötung die §§ 17/18 des Tierschutzgesetzes.

Die Strafanzeige/der Strafantrag sollte immer schriftlich bei der zuständigen Staatsanwaltschaft (je nach Tatort) eingereicht werden. Eine zusätzliche Einschaltung des zuständigen Veterinäramts oder der örtlichen Polizeibehörde kann nicht schaden.